30.05.08

Verhütung und die Irrtümer

Harmonische Lebens- und Familienplanung setzt auch voraus, dass beim Thema Verhütung nicht die Irrtümer die entscheidende Rolle spielen. Um das Thema Verhütung ranken viele Mythen, con den sich einige hartnäckig halten. Irrtümer, die das Leben ganz schön durcheinander wirbeln können.

Stillen schützt vor Schwangerschaft

FALSCH! Während der Stillzeit findet zwar meist kein Eisprung statt, weil das für die Milchsekretion zuständige Hormon Prolaktin diesen verhindert. Sicher vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt ist Frau dadurch aber nicht! Schon bei Stillpausen ab vier Stunden kann der Prolaktin-Spiegel so weit absinken, dass es zum Eisprung kommt, Weiterer Nachwuchs nicht ausgeschlossen.

Gut zu wissen: Während Frauen stillen, sollten sie keine Verhütungsmittel nutzen, die Östrogen enthalten. Östrogene können die Menge und Zusammensetzung der Muttermilch verändern. Optimal sind in der Stillzeit die östrogenfreien Pille, herkömmliche Minipillen, Hormonspiralen oder das Verhütungsstäbchen. Der Vorteil: Wird die Tablette einmalig vergessen, kann sie bis zu zwölf Stunden nach dem eigentlichen Termin eingenommen werden. Die östrogenfreie Pille ist dann nach wie vor sicher. Sie bietet damit mehr Flexibilität im Vergleich zu herkömmlichen Minipillen, die jeden tag exakt zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden müssen. Natürlich kann die östrogenfreie Pille auch nach dem Abstillen weiter genommen werden.

Das sicherste Verhütungsmittel ist die Pille?

FALSCH! Klassische Kombinationspillen bieten einen sehr sicheren Empfängnisschutz. Zwischenzeitlich sind Verhütungsmittel auf dem Markt , die ebenso sicher sind und noch mehr Vorteile haben, wie zum Beispiel eine kleinere Hormondosierung: Da ist der Verhütungsring das Kombipräparat mit am niedrigst gemessenen Östrogendosis. Zudem muss er nur einmal im Monat angewendet werden. Auch die Hormonspirale oder das Verhütungsstäbchen ersparen die tägliche Einnahme und wirken sogar über mehrere Jahre zuverlässig.

Daher: Die Sicherheit über die gewählte Verhütungsmethode wird vom Pearl Index (PI) bestimmt: Verhüten 100 Frauen ein Jahr mit der gleichen Methode, entspricht der PI der Anzahl der Frauen, die in diesem Zeitraum schwanger werden. Je geringer die Zahl, umso mehr sind Sie auf der sicheren Seite. Als Vergleich: Der PI Wert der Kombinations-Pille beträgt 0,1 – 1,0. Der des Verhütungsrings beträgt ca. 0,65 und der des Verhütungsstäbchen bei 0 – 0,8. Beide Methoden sind also genauso sicher wie die Pille.

Pille schon wieder vergessen, ist ja nur einmal – egal?

Kommt auch drauf an. Und zwar in welcher Phase der Pillenpackung sie vergessen wird. Speziell in der 1. und 3. Woche der Einnahme sollte man vorsichtig sein. Sie sollten auch mit Kondome zusätzlich verhüten, wenn nicht innerhalb von 12 Stunden eine Pille nachträglich eingenommen wurde. Noch problematischer ist Vergesslichkeit bei herkömmlichen Minipillen, da diese nur ein Zeitfenster von drei Stunden haben.

Gut zu wissen: Wer öfters die Pille vergisst, sollte eine Methode in Betracht ziehen, die nicht täglich angewendet werden muss: So wird der Verhütungsring nur 1 mal im Monat von Ihnen selber, ganz normal wie ein Tampon in die Vagina eingeführt. Das Verhütungsstäbchen , das vom Arzt im Oberarm eingesetzt wird, wirkt sogar drei Jahre lang und Spiralen über drei bis fünf Jahre.

Muss ich in der Zeit der Periode verhüten?

In der Regel passiert der Eisprung ungefähr vierzehn Tage vor der nächsten Monatsblutung – eben ungefähr in der Mitte des Zyklus. Verschiebt sich der Eisprung jedoch und findet schon kurz nach der Periode statt, könnte Sex ohne Verhütung während der Regel Folgen haben: Weil Spermien zwei bis fünf – manchmal sogar sieben Tage – im Eileiter oder in der Gebärmutter überleben können sollte Frau auch während der Periode verhüten.

Muss ich länger auf Kinder warten, wenn ich über einen längeren Zeitraum hormonell verhüte?

Kommt auch darauf an: Viele hormonelle Verhütungsmethoden wie Pille oder Verhütungsring sind für die Fruchtbarkeit eher schlecht zu sehen. Der Eierstock bleibt in dem Zustand, wie er vor der Anwendung war. Nach Absetzen des Verhütungsmittels pendelt sich der normale Zyklus wieder ein.

Sie sollten wissen: Ausschlaggebend ist die Hormondosierung, wie schnell die Fruchtbarkeit wieder zurückkehrt. So kann bei der sehr hoch dosierten Drei-Monatsspritze auch schon mal ein Jahr vergehen, bis sich die Fruchtbarkeit wieder einstellt. Wird der Verhütungsring wieder abgesetzt, dauert es lediglich 19 Tage bis der Eisprung wieder einsetzen kann..

Hormonelle Verhütungsmittel wirken bei Antibiotika nicht?

Kommt ebenso darauf an: Wird Antibiotika eingenommen, kann man sich auf die Pille nicht mehr verlassen, da einige Substanzen in den Leberstoffwechsel eingreifen und die Hormone der Pille dadurch zu schnell abgebaut werden. Deshalb gilt es während der Aufnahme von Antibioticken sowie weiteren 7 Tagen danach zusätzlich mit Kondomen zu verhüten.

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